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806 Bran Profil

Brandon I. Stark, der erste gewählte König von Westeros

Wahlkönigtum bzw. Wahlmonarchie bezeichnet eine Monarchie, deren Herrscher nicht durch Erbfolge, sondern durch eine Wahl bestimmt wird.

In der Serie

Jon Schnee schlägt Daenerys Targaryen vor, dass wenn sie ohne Erben stirbt sollten die Lords ihren König wählen, so wie die Nachtwache ihren Lord Kommandanten wählen.

Nach dem Tod von Daenerys I. durch die Hand von Jon Schnee bestimmen die Lords und Ladys von Westeros bei einer Ratssitzung, auf den Vorschlag Tyrion Lennisters hin, Bran Stark zum König. Sansa erklärt, dass Bran keine Kinder zeugen könne. Doch Tyrion geht ein, dass Nachkommen von Königen oft zu Tyrannen werden, womit er auf Joffrey Baratheon anspielt. Während Bran Stark die Wahl zum König annimmt besteht Sansa Stark darauf, dass der Norden unabhängig bleibt, was Bran zustimmt. Aus Bran Stark wird König Brandon I. Stark.

Die zukünftigen Könige von Westeros sollen fortan den Thron nicht erben können, sondern Sie werden durch Wahl zum König der sechs Königslande erhoben.[1]

Realer Hintergrund

Wikipedia: Wahlmonarchie
  • Im Ostfränkischen Reich starb 911 Ludwid IV., König des Ostfränkischen Reiches, und es kam zum ersten Mal zu einer Königswahl, wo Konrad I. zum König gewählt wurde. 919 wurde Heinrich I. aus dem sächsischen Geschlecht zum König erhoben. Allerdings setzte er seinen Sohn Otto als Nachfolger durch. Nach dem Aussterben der Staufer entwickelte sich das Reich endgültig zur Wahlmonarchie. Die Wahl zum römisch-deutschen König galt als Vorstufe zur Erlangung der Kaiserwürde. Dies blieb so bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches. Die letzte Wahl durch das Kurfürstenkollegium fand mit der Wahl von Franz II. am 5. Juli 1792 statt. Erst bei seiner Krönung am 14. Juli in Frankfurt nahm er den Titel erwählter Kaiser an. Das Reich blieb formell eine Wahlmonarchie und die Kurfürsten wahrten eifersüchtig ihr Wahlrecht.
  • Dänemark war bis zum 17. Oktober 1660 ein Wahlkönigtum. Der Reichsrat wühlte den König oder den Thronfolger bis 1660 die Wahlmonarchie zugunsten einer Erbmonarchie ersetzt wurde in 1665 im neuen Königgesetz kodifiziert wurde.
  • Der König des Polnisch-Litauischen Reiches (1569 bis 1795) wurde vom Adel gewählt, der auch gewichtige Mitspracherechte im Sejm besaß. Da der Adel über 10% der Bevölkerung ausmachte rührt dies für das Polnische Reich die Bezeichung Adelsrepublik. Der Thron wurde meist mit ausländischen Fürsten besetzt, die wenig Zeit oder Interesse hatten, sich in die inneren Angelegenheiten Polens zu mischen, und zudem über keine Hausmacht in Polen verfügten. Dies führte neben dem Liberum Veto und anderen Faktoren zum Niedergang des Doppelstaates Polen-Litauen gegen Ende des 18. Jahrhunderts.
  • Schweden war bis zum Reichstag in Västerås 1544 eine Wahlmonarchie.
  • Existierende Wahlmonarchien sind Malaysia, Kambodscha und die Vereinigten Arabischen Emirate. Während die Könige von Malaysia und Kambodscha nur repräsentative Aufgaben haben hat das Parlament der Vereinigten Arabischen Emirate nur beratende Funktionen während die Stellung des Emir-Präsidenten stark ist.
  • Das Fürstentum Andorra ist keine direkte Wahlmonarchie, sondern ein Kondominat zwischen dem französischen Staatsoberhaupt und dem Bischof von Urgell. Die andorranische Herrschaft gründet nicht auf andorranischen Wahlen, sondern auf Amtsnachfolge der beiden Herrschaftsinhaber. Von diesen wird jedoch der Staatspräsident vom französischen direkt gewählt, sein andorranisches Amt beginnt und endet kraft dieser Wahlen, ebenso wie das des Bischofs des spanischen Urgell kraft päpstlicher Erwählung bzw. Abberufung.
  • In Vatikanstadt wird der Papst im Konklave, einer Versammlung aller Kardinäle, die bei Eintritt der Sedisvakanz jünger als 80 Jahre sind, auf Lebenszeit gewählt.

Siehe auch

Einzelnachweise

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