Cersei Lennister leitet den Kleinen Rat als Regentin.

Regent (im Original: Regent) ist ein Titel, der von einem Adligen getragen wird, der im Namen eines Königs oder Lords die Herrschaft ausübt, weil diese unmündig oder unpässlich sind. Die Herrschaft eines Regenten endet, wenn ein Kind den sechzehnten Namenstag erlebt, wodurch es die Mündigkeit in den Sieben Königslanden erlangt.

Wenn ein Regent im Namen eines Königs der Andalen und der ersten Menschen regiert, trägt er außerdem den Titel Beschützer des Reiches. Ein königlicher Regent erhält zudem einen Sitz im Kleinen Rat, indem er den Platz des eigentlichen Monarchen einnimmt.

Wenn ein König stirbt und dessen Königin als Regentin für ihre minderjährigen Nachkommen fungiert, wird sie als "Königin Regentin" bezeichnet. Regenten die gleichzeitig Lords sind, tragen den Titel des "Lord Regent".

In der Serie

Bekannte Regenten

Vergangene Regenten

In den Büchern

Der Regent ist mit der Aufgabe betraut, das Reich zu regieren, wenn ein aktueller König noch minderjährig ist oder nicht in der Lage ist, durch Krankheit oder Verletzung, die Herrschaft auszuüben. Die Amtszeit des Regenten endet am sechzehnten Namenstag des Königs oder mit seiner Genesung. Alle bekannten Regenten trugen auch den Titel Beschützer des Reiches, der eigentlich dem König vorbehalten ist.

Regenten

  • Prinz Aemond Targaryen war Prinzregent, nachdem sein Bruder Aegon II. Targaryen bei der Schlacht von Krähenruh schwerverletzt wurde und sein Amt für ein Jahr nicht ausüben konnte, indem Bürgerkrieg, bekannt als Drachentanz.
  • Die frühen 130er sah mehrere Regenten, die in rascher Folge im Namen von Aegon III. Targaryen regierten.
  • Eddard Stark, der im letzten Willen von Robert Baratheon zum Lord Regenten von Joffrey Baratheon erklärt wurde, seine Regentschaft aber nie ausübte.
  • Cersei Lennister erklärte sich zur Regentin von Joffrey Baratheon, nach Eddards Festnahme und später zur Regentin von Tommen Baratheon, nach Joffreys Tod.

Realer Hindergrund

Regent

Eine Regentschaft, abgeleitet vom lateinischen Wort regere (regieren, lenken‚ leiten) ist die stellvertretende Herrschaft durch ein nicht gekröntes Staatsoberhaupt in einer Monarchie an Stelle des Herrschers. Die Gründe der Regentschaft sind Minderjährigkeit des legitimen Monarchen, seine Verhinderung durch eine schwere Krankheit (insbesondere Geisteskrankheit) oder Gefangenschaft.

Ein Prinzregent führte die Regierungsgeschäfte vertretungsweise für einen Fürsten, der selbst (wegen Abwesenheit, Minderjährigkeit, Geisteskrankheit oder sonstiger Unmündigkeit) hierzu nicht mehr oder noch nicht in der Lage ist. Den Prinzregenten für einen Kurfürsten bezeichnete man als Kuradministrator.

Historische Beispiele für Regentschaften:

  • 395–408: Stilicho für den weströmischen Kaiser Honorius.
  • 425–437: Galla Placidia für ihren Sohn, den weströmischen Kaiser Valentinian III.
  • 1483: Richard, Duke of Gloucester, der spätere König Richard III., der zunächst anstelle seines Neffen Eduard V. regierte.
  • 1507–1516: Ferdinand II. von Aragonien für seine Tochter Johanna von Kastilien.
  • 1515-1524: John Stewart, Duke of Albany, als Regent für den schottischen König Jakob V.
  • 1547-1549: Edward Seymour, 1. Duke of Somerset, als Regent für den jungen Eduard VI.
  • 1560–1589: Caterina de’ Medici für ihre Söhne Karl IX. und Heinrich III. von Frankreich.
  • 1637–1650: Amalie Elisabeth von Hanau-Münzenberg für ihren minderjährigen Sohn Wilhelm VI. von Hessen-Kassel.
  • 1811–1820: Georg August Friedrich von Hannover, später George IV., für seinen wahnsinnigen Vater George III.
  • 1833–1840: Maria Christina von Neapel-Sizilien für ihre Tochter Isabella II. von Spanien.
  • 1848/1849: Johann von Österreich als provisorisches Oberhaupt des damals entstehenden Deutschen Reiches.
  • 1885–1902: Maria Christina von Österreich für ihren Sohn Alfons XIII. von Spanien.
  • 1886–1912: Prinzregentenzeit: Luitpolds von Bayern für Ludwig II. und Otto.
  • 1916–1918: Regentschaftskönigreich Polen, Wiedergründung des Königreichs Polen noch ohne Einsetzung eines Monarchen unter Kontrolle der Mittelmächte im Ersten Weltkrieg.
  • 1945–1950: Karl von Belgien für seinen Bruder Leopold III.
  • 1947–1975: Francisco Franco als faktisches Staatsoberhaupt des von ihm 1947 wiedergegründeten Königreichs Spanien, ohne allerdings einen König ernannt zu haben.

Siehe auch

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