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Das Militär von Westeros und Essos:

In der Serie

Armee

Hauptartikel: Armee
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Die Sieben Königslande von Westeros verfügen über kein stehendes Heer. Stattdessen unterhält ein Lord in Friedenszeiten nur ein kleines Gefolge von bewaffneten Kriegern. In Kriegszeiten haben die Vasallen gemäß dem feudalen System Truppen und Ausrüstung zu stellen. Bauern werden dafür von ihren Feldern geholt, um in der Armee zu kämpfen, im besten Fall mit einheitlichen Rüstungen und Waffen in guter Qualität, auch wenn das ihre Unerfahrenheit nur geringfügig ausgleicht. Sie werden üblicherweise von Bogenschützen und Armbrustschützen unterstützt.

Die Regionen von Westeros unterscheiden sich zum Teil erheblich in Bevölkerung und Wohlstand, wodurch auch die effektive Zahl ihrer Soldaten und Versorgung variiert.

Die Freien Städte in Essos sind wirtschaftsstärker und wohlhabender als die meisten Regionen der Sieben Königslande, weshalb sie überwiegend auf professionelle Söldner-Kompanien vertrauen, die für Geld kämpfen.

Die Armeen, sowohl in Westeros als auch jenseits der Meerenge, gliedern sich in folgende Teilstreitkräfte:

  • Kavallerie: Krieger zu Pferd, die mit Lanzen, Streithämmern oder Schwertern versuchen ihre Gegner vom Pferd aus auszuschalten. Die Kämpfer tragen schwere volle Rüstungen um sie vor Pfeilen, Armbrustbolzen und Schwert- und Lanzen hieben zu schützen. Die Kavallerie greift wie alle Truppengattungen in großer Zahl an. Eine unvorbereitete Fußtruppe kann beim Anblick einer, im vollen Galopp, angreifenden Reiterarmee nur die Flucht ergreifen.

Der größte Schwachpunkt liegt in der Trennung vom Reittier. Wird ein Ritter aus dem Sattel gerissen, hat dieser alleine nur wenig Chancen sich gegen eine große Zahl Gegner zu verteidigen.

Die berittenen Krieger in Westeros sind größtenteils Ritter, im Glauben an die Sieben gesalbt, nur in den südlichen Reichen, und den Titel "Ser" tragen. Auch gibt es gepanzerte Reiter im Norden, diese werden aber nicht als Ritter geführt. Generell gilt aber, dass nur reiche/adelige Leute zu Pferde kämpfen.

Die Horde der Dotraki jenseits des Meeres besteht ausschließlich aus Reitern, die ebenfalls keine Ritter sind. Die gesamte Kriegstaktik der Dotraki basiert auf der Kavallerie, die sowohl mit Pfeilen aus der Entfernung, als auch mit den gebogenen Arakhs im Nahkampf kämpfen. Sie tragen auch so gut wie keine Rüstung.

  • Infanterie: im allg. auch Fußvolk genannt.

Hier kann in leichter und schwerer Infanterie unterschieden werden. Die Unterschiede beruhen in Bewaffnungsstärke und Schutz.

Die leichte Infanterie besteht aus einfachen Lanzenträgern o.ä., die zum Schutz oft nur einen Helm und Gefütterte überwürfe tragen.

Die schwere Infanterie kämpft mit Schwert, Axt und Hämmern und ist mit Helmen, Schilden und unterschiedlich starker Körperpanzerung geschützt.

Die Ausrüstung ist abhängig vom Wohlstand des Hauses, das darüber befiehlt. So kann die Lannisterinfanterie beinahe vollständig mit Vollpanzerung kämpfen. Darüber hinaus auch von der Kampferfahrung. Eine Truppe kampfunerprobter neuer Kämpfer wird nur das Mindestmaß an Rüstung zu teil, hingegen felderfahrene oder Elite-Kriegerwerden besser Ausgestattet.

Die Infanterie kann auf verschiedene Weisen im Kampfgeschehen eingreifen. Sie kann mit Nahkampfwaffen in offener Feldschlacht eingesetzt werden. Lanzenträger mit langen Speeren können aber auch eine sog. Phalanx bilden, einen Speerwall, der sogar den Angriff einer voranpreschenden Kavallerieeinheit aufhalten konnte. Mit breiten Schilden ist dieser Wall noch besser geschützt. Die Phalanx schütz oft auch eine Schützenlinie dahinter.

Im allgemeinen wird die Infanterie als entbehrlich betrachtet, dennoch ist sie das Herzstück jedes großen Heeres.

  • Schützen: Schützen können generell dem Fußvol zugeordnet werden. Sie haben dennoch eine gesonderte Stellung auf dem Schlachtfeld.

Die Schützen tragen nur wenig Rüstung um schnell die Stellung im Kampf wechseln zu können. Sie bilden Schützenlinien mit denen sie salvenweise Pfeile bzw. Bolzen verschießen. Durch ihre schwache Rüstung und dem Umstand, dass sie keine Nahkampfwaffe tragen, sind sie einem direkten Angriff schutzlos ausgeliefert. Weshalb Schützen ihre Stellungen im Feld mit angespitzten Pfählen schützen, sowie eine Infanterieeinheit soweit möglich davor gelagert.

Auf Burgen und Festungen besatzen Schützen die Zinnen und können von dort aus der Deckung heraus ihre Pfeile abfeuern.

Auch Schützen gelten als eher als entbehrlich, sogar geringer, da diese keinen Nahkampf suchen sondern ihre Gegner aus der Ferne töten, was machen Leuten als feige erscheint. Bei Belagerungen finden noch andere Waffen wie Katapulte anwendung. Diese sind in offener Feldschlacht so gut wie nutzlos, da die Ausrichtung kompliziert war und nur wenige Schüsse abgefeuert werden konnten.

Bewaffnung

Material

Als die Ersten Menschen vor zwölftausend Jahren Westeros erreichten, trugen sie Waffen aus Bronze, Kupfer und Zinn bei sich. Die überlegenen Eisenwaffen der Andalen waren ein entscheidender Faktor, der zum Erfolg ihrer Invasion von Westeros vor rund sechstausend Jahren beitrug. Die Ersten Menschen verwendeten zu dieser Zeit noch schwächere Waffen und Rüstungen aus Bronze. In dieser Zeit gelang es den Ersten Menschen im Norden von Westeros die Andalen abzuwehren, allerdings eigneten sie sich viele ihrer Sitten an, einschließlich der Schmiedekunst.

In Essos förderte das Reich der Ghiscari Kupfer in Minen und fertigte daraus Waffen mit denen sie ihre Legionen ausstatten. Der Freistaat von Valyria verwendete Eisenwaffen, während der Eroberung der Sklavenbucht vor etwa fünftausend Jahren.

In der modernen Zeit sind Waffen und Rüstungen aus Bronze nur noch Relikte, obwohl es noch anspruchsvolle Wildlinge jenseits der Mauer gibt, die ihre eigenen Bronzewaffen schmieden, so wie es ihre Vorfahren die Ersten Menschen taten. Zudem mangelt es den Wildlingen an dem Können, eigene Eisenwaffen zu fertigen, weshalb diese nur durch Schmuggel, Raub oder Handel in ihren Besitz gelangen.

Andere Materialien, die zur Herstellung außergewöhnlicher Waffen verwendet werden:

  • Valyrischer Stahl – eine extrem hochwertiger Stahl, geschmiedet im valyrischen Freistaat, der angeblich durch Magie verstärkt wurde. Mit dem Untergang Valyrias ging auch das Wissen um den valyrischen Stahl verloren. Die noch existierenden Waffen sind deshalb fast unbezahlbar.

Vorhandene Waffen aus valyrischem Stahl können von Schmieden mit der entsprechenden Erfahrung verändert werden oder neu verwertet. So wurden aus den Zweihänder Eis, die kleineren Schwerter "Eidwahrer" und "Witwenklage" geschmiedet. Zur Zeit des Krieges der fünf Könige verfügen nur noch ein paar Schmiede in Essos über das Wissen valyrischen Stahl zu bearbeiten.

  • Drachenglas – ein scharfes, schwarzes Vulkangestein, auch bekannt als Obsidian. Es ist viel zu spröde um daraus ganze Schwerter zu fertigen. Einst nutzten die Kinder des Waldes Drachenglas um daraus effiziente Dolche und Pfeilspitzen zu fertigen. Seine wichtigste und kaum bekannte Eigenschaft ist jedoch, dass eine Drachenglasklinge Weiße Wanderer töten kann.

Nahkampf

  • Das Langschwert ist die häufigste Form des Schwertes, Klingen, die meist in einer Hand geführt werden um in der anderen ein Schild zu halten. Sie stehen gemeinhin für den Ausdruck Schwert.
  • Der Bihänder ist ein Schwert, das aufgrund seiner Größe mit zwei Händen geführt werden muss, womit der Schild entfällt.
  • Der Anderthalbhänder, auch bekannt als Bastardschwert, ist eine Kreuzung, größer als ein Langschwert, aber kurz genug, dass es mit einer Hand geführt werden kann. Für gewöhnlich wird das Langschwert oder der Bihänder bevorzugt genutzt, worauf auch der Beiname Bastardschwert zurückgeht, weil es keiner dieser Arten zugeordnet werden kann.

Es gibt verschiedene Arten von Klingenwaffen, die kleiner als Langschwerter sind, sowie das Kurzschwert oder kleinere Dolche. Es gibt keine bestimmte Definition, wann ein Kurzschwert zu den Dolchen zählt, doch dient ein Dolch für gewöhnlich nicht als Primärwaffe.

Andere Arten von Nahkampfwaffen, die sich von der klassischen Bewaffnung in Westeros unterscheiden:

  • Der Braavosi Rapier - Arya Stark erhielt ein speziell für sie angefertigtes Schwert, das sie Nadel nannte, und dem Rapier aus Braavos ähnelt, eine Waffe aus den Freien Städten von Essos. Die Klinge ist dünn und leicht, geeignet für schnelle Stichangriffe.
  • Das Arakh – ein gekrümmtes Halbschwert, das von den Dothraki verwendet wird.
  • Die Eisklinge - die Weißen Wanderer scheinen Schwerter und Speere aus Eis zu führen.

Des weiteren gibt es verschiedene Arten des Kriegshammers und der Axt. Robert Baratheon bevorzugte einen Kriegshammer, den er auch in der Schlacht am Trident schwang. Er tötete damit Prinz Rhaegar Targaryen, als der Hammer mit voller Wucht auf dessen Brustharnisch traf. Die Eisenmänner führen häufig Äxte bei sich, da sich diese sowohl zum Nahkampf, als auch zum kappen von Takelage eignen..

Fernkampf

Neben Bögen und Armbrüste werden auch häufig Katapulte in den Armeen von Westeros eingesetzt.

Rüstung

Für gewöhnlich tragen Soldaten ihre eigenen Rüstungen, die sie von anderen Streitkräften unterscheidet und einer bestimmten Fraktion zuordnet. Die Nordmänner tragen häufig Kettenhemden und Lederrüstungen, die mit etwas Stahl oder Eisen verstärkt werden, im Gegensatz zu den teureren und stärkeren Plattenrüstungen in den Armeen des Südens. Die Lederrüstungen werden im Norden nicht nur wegen des hohen Preises getragen. Massive Plattenpanzer kühlen noch schneller aus, während Lederrüstungen die Wärme besser halten können. Höherrangige Nordmänner (wie z.B. Robb Stark) erweitern im Feld das Rüstzeug an sensibelen Körperteilen, wie z.B. Schultern, Armen und Hals, mit Plattenpanzern um diese besser zu schützen.

Durch die einzigartige Kultur der Eisenmänner, die bekanntlich keine Furcht vor dem Ertrinken kennen, tragen sie auf ihren Schiffen schwere Rüstungen, was sie von den Seefahrern des Festlandes unterscheidet.

Gift

Hauptartikel: Gift

Gift kann für den Kampf verwendet werden, indem damit eine Klinge und eine Pfeilspitze beschichtet wird, entweder um das Ziel heimlich zu töten oder einen überlegenen Feind zu besiegen. Gift ist jedoch als Waffe der Frauen verpönt, aufgrund der Überzeugung, dass ein Mann den Mut haben sollte, sich seinem Feind direkt zu stellen.

Flotte

209 Schlacht am Schwarzwasser1

Westeros

Die meisten der kleineren Lords, welche Gebiete an der Küste halten, verfügen über eine große Galeone oder drei, die der Abwehr von Piraten und Schmuggler dient, dazu noch einige kleine Küstenboote. Die mächtigeren Lords können sogar kleinere Flotten unterhalten.

  • Die Häuser der Weite haben ein besonderes Interesse an einer starken Flotte, da sie dem Schutz gegen die Eisenmänner dient, die eine permanente Bedrohung für die Küste darstellen, als vorgelagerter Stützpunkt dienen dabei die Schildinseln an der Mündung des Mander, um Angriffe auf Rosengarten vorzeitig abzuwehren.
  • Die Häuser der Westlande halten es ähnlich, wo das Haus Lennister eine größere Flotte unterhält, die bei Lennishort stationiert ist und ebenfalls die Küste vor Überfällen der Eisenmänner schützen soll.

Der Norden und Dorne verfügen über keine nennenswerten Seestreitkräfte. Dorne hat eine zerklüftete Küste mit wenigen natürlichen Häfen, außerdem gibt es nicht genug Holz in der Wüstenregion um eine große Flotte zu bauen. Der Norden, der über den längsten Küstenabschnitt der Sieben Königlande verfügt, sowohl im Osten als auch im Westen, müsste zwei große Flotten unterhalten um die Küste effektiv zu verteidigen. Hier befindet sich nur die kleine Hafenstadt Weißwasserhafen, wo die unbedeutende Flotte des Nordens stationiert ist.

Flotten

Die Sieben Königslande unterhalten eine große Anzahl von Seestreitkräften. Die drei erwähnenswerten sind:

  • Die Königliche Flotte, stationiert im Osten, in der Schwarzwasserbucht zwischen Königsmund und Drachenstein.
  • Die Rothweyn Flotte, stationiert im Südwesten beim Arbor.
  • Die Eiserne Flotte, stationiert im Westen bei den Eiseninseln.

Schiffstypen

Schiffstypen der Königlichen Flotte

Schiffstypen der Eiserne Flotte

  • Langschiffe
  • Gekaperte Schiffe

Schiffstypen der Flotte von Stannis

Schiffstypen der Wildlinge

  • Langschiffe
  • Gekaperte Schiffe

Essos

  • Die Freien Städte an der Küste von Essos verfügen über sehr große und gut ausgerüstete Flotten, zum Krieg und zum Schutz ihrer Handelsschiffe. Norvos und Qohor, welche im Landesinneren liegen, benötigen solche jedoch nicht, auch wenn durch den Rhoyne eine Flussstraße vorhanden ist. Im Osten des Kontinents unterhält Qarth eine große Anzahl von Schiffen, sowohl Handels- als auch Kriegsschiffe.
  • Die Dothraki besitzen keinerlei Schiffe, da sie das Wasser fürchten, das kein Pferd trinkt. Sie reisen nur sehr selten mit Booten, für das es nicht einmal ein Wort in ihrer Sprache gibt. Stattdessen nutzen Dothraki den Ausdruck "Holzpferd", um ein Boot zu beschreiben.
  • Die Sommerinseln, die im Süden der Meerenge zwischen Westeros und Essos liegen, besitzen eine große Handelsflotte, deren Schiffe mehr als fähig sind, auch gegen Piraten zu bestehen.
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