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Er hätte es nicht gewagt meine Gilde zu beleidigen, als Aerys Targaryen noch lebte.
 


GildederAlchemisten1

Die Gilde der Alchemisten in Königsmund.

Die Gilde der Alchemisten (im Original: Alchemists' Guild) ist eine alte Organisation aus Westeros, die in der Hauptstadt Königsmund ansässig ist und angeblich über geheimnisvolles, wenn nicht sogar magisches Wissen verfügt. Wenn sie jemals Magie gebrauchten oder dieses Wissen besaßen, ging es über die Jahrhunderte weitgehend verloren, denn die vorherrschenden Maester bevorzugten wissenschaftliche Erkenntnisse und verachteten, aufgrund ihrer Religion, jede Form von Magie. Ebenso wie ihre Fertigkeiten ist auch ihre Zahl drastisch geschrumpft. Im Gegensatz zu den Maestern, die mindestens einen Vertreter in jeder größeren Stadt oder Burg haben, ist es ungewöhnlich einen Alchemisten außerhalb einer der wichtigsten Städte der Sechs Königslande anzutreffen.

Einige wenige Mitglieder der Gilde sind die einzigen Menschen in ganz Westeros, die fähig sind das außerordentlich gefährliche Seefeuer herzustellen, das von ihnen lediglich als "Substanz" bezeichnet wird. Durch diese Fertigkeit und den Gebrauch des leichtbrennbaren und zerstörerischen Seefeuers werden diese Alchemisten umgangssprachlich als Pyromantiker bezeichnet.

Geschichte

Die Alchemistengilde erreichte ihre Blüte unter der Herrschaft von Maegor dem Grausamen einem König aus der Targaryen-Dynastie, der sehr interessiert an der Herstellung von Seefeuer war. Seitdem waren sie treue Anhänger des Königshauses, obwohl ihr Einfluss und ihre Macht durch jeden weiteren Maester schwand. Mit dem Tod von Prinz Aerion Targaryen, der Seefeuer getrunken hatte, weil er glaubte, es würde ihn in einen Drachen verwandeln, verlor die Gilde vollständig die Gunst des Königs.

Die Gilde erlebte eine kurze Wiederauferstehung, während der Herrschaft von Aerys II. Targaryen, der vom Feuer besessen war. Der Pyromantiker Rossart führte die Hinrichtungen für den König persönlich durch. In der Endphase von Roberts Rebellion wurde Rossart zur Hand des Königs ernannt und erhielt den Auftrag eine Waffe zu entwickeln, welche die Rebellen aufhalten sollte. Königsmund wurde aber geplündert, bevor sie zum Einsatz kam. Rossart wurde getötet und viele Mitglieder der Gilde verschwanden.

Ränge

  • Weisheit: Vollwertige Mitglieder der Gilde, welche in die Geheimnisse und das Wissen der Herstellung eingeweiht wurden. Einer von ihnen ist das Oberhaupt der Gilde.
  • Akolyth: Sind Mitglieder, die mit der Vorarbeit beauftragt sind und sich mit der "Magie" beschäftigen.
  • Lehrling: Neue Anwärter, die zum Transport und der Lagerung von Stoffen eingeteilt werden.

Bekannte Mitglieder

  • Rossart, von König Aerys II. Targaryen zur Hand des Königs ernannt und während der Plünderung von Königsmund durch Jaime Lennister getötet.
  • Hallyn, das momentane Oberhaupt der Gilde, ließ das Seefeuer zur Verteidigung von Königsmund herstellen.

Realer Hintergrund

Hennig Brand (Joseph Wright)

Joseph Wright of Derby: Der Alchimist auf der Suche nach dem Stein der Weisen; Ölgemälde, 1771

Wikipedia: Alchemie
  • Alchemie oder Alchimie (auch Alchymie; griechisch-arabisch-mittellateinisch alkimia, neulateinisch alchymia, frühneuhochdeutsch alchimei, alchemey bezeichnet ab dem 1./2. Jahrhundert die Lehre von den Eigenschaften der Stoffe und ihren Reaktionen.
  • Die ältesten bekannten Aufzeichnungen über die Alchemie, insbesondere die Tabula Smaragdina, stammen aus dem alten Ägypten und dem hellenistischen Griechenland.
  • Ein Ziel der Alchemisten war häufig die Transmutation von unedlen Metallen zu Gold und Silber.
  • In der griechisch-arabischen Alchemie waren die Urelemente Erde, Wasser, Luft und Feuer nach Empedokles bekannt (Vier-Elemente-Lehre).
  • Die meisten Alchemisten des Mittelalters waren Geistliche, vor allem in Klöstern. Erst im ausgehenden Mittelalter drang sie in breitere Kreise vor, was sich im Aufkommen erster alchemistischer Schriften in den Landessprachen zeigte.
  • Alchemisten hatten gegenüber Außenstehenden häufig ein strenges Schweigegebot bezüglich ihrer Kenntnisse. Sie bedienten sich einer verschlüsselten Fachsprache, die für Uneingeweihte nicht verständlich war.
  • Alchemisten befassten sich, im Gegensatz zu gelegentlichen Falschangaben, nur allegorisch mit der Herstellung lebender Kunstwesen (Homunculus, Basilisk).
  • In China war die Alchemie Teil des religiösen Daoismus. Man glaubte in einigen Systemen, dass die Menschen sieben Stufen der Entwicklung erreichen können: Gottgleiche, Rechtschaffene, Unsterbliche, Dao-Menschen, Weise, Tugendhafte, normale Menschen und Sklaven.
  • 2010 wurde in einer Abfallgrube an der Nordseite des ehemaligen Franziskanerklosters in Lutherstadt Wittenberg die Reste einer Alchemistenwerkstatt aus der Zeit von 1570 bis 1600 gefunden.

Bekannte Alchimisten (Auswahl)

  • Paracelsus-03

    Paracelsus 1540. Kupferstich von Augustin Hirschvogel

    Empedokles (ca. 490–430 v. Chr): antiker griechischer Philosoph, Naturforscher, Politiker, Redner und Dichter. Unklar ist, ob die Behauptungen zutreffen, wonach er sich auch als Arzt, Medizinschriftsteller, Magier und Wahrsager betätigte.
  • Maria die Jüdin oder Maria Prophetissa (vermutet im 1. bis spätestens 3. Jh. n. Chr.): Gilt als Begründerin der Alchemie und war die bedeutendste Alchemistin der Antike.
  • Ge Hong (284–364 n. Chr.): Ein chinesischer Daoist, Alchemist und Unsterblichkeitssucher.
  • Kleopatra, die Alchimistin (ca. 300 bis 400 n. Chr.): Eine spätantike Alchemistin aus Ägypten (Alexandria), bekannt für ihr alchemistisches Werk Chrysopoeia (griechisch für Goldmachen).
  • Chalid ibn Yazid (um 655–704): Der Sohn von Yazid I., des Kalifen von Damaskus. Er hatte einen Ruf als Alchemist.
  • Dschābir ibn Hayyān, latinisiert Geber (ca. 721–815): Genannt Vater der Chemie.
  • Artephius (12. Jahrhundert): Er hatte unter Alchemisten einen Ruf als Meister der Goldherstellung.
  • Nicolas Flamel (1330 bis ca. 1413): Erfolgreicher französischer Schreiber, Schriftsteller, Handschriften- und möglicherweise Immobilienhändler, der posthum als Alchemist Berühmtheit erlangte. Der Legende zufolge soll er den Stein der Weisen gefunden und die Unsterblichkeit erlangt haben.
  • Johann Georg Faust (ca. 1480–1540): Ein wandernder Wunderheiler, Alchemist, Magier, Astrologe und Wahrsager. Gilt als historische Vorlage für Goethes Faust.
  • Paracelsus (1493–1541): Ein Schweizer Arzt, Naturphilosoph, Alchemist, Laientheologe und Sozialethiker.
  • Marie Meurdrac (17. Jahrhundert): Eine französische Chemikerin. Sie ist vor allem durch ihr Buch La Chymie Charitable et Facile, en Faveur des Dames von 1666 bekannt, ein frühes Lehrbuch der Chemie und Pharmazie.
  • Isaac Newton (1643–1727): Wurde erst aus seinem Nachlass als Alchimist bekannt, da er es zu Lebzeiten geheim hielt.
  • Johann Friedrich Böttger (1682–1719): Deutscher Alchemist und Porzellanhersteller.
  • Albert Riedel (1911–1984): Ein deutsch-US-amerikanischer später Vertreter der Alchemie, der sich Frater Albertus (auch Albertus Spagyricus) nannte.

Siehe auch

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