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Eddard Stark: Es heißt, das Gift die Waffe der Frauen sei.
Pycelle: Ja, der Frauen, der Feiglinge und der Eunuchen.
 
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Joffrey Baratheon stirbt an den Folgen des Würgers.

Gift (im Original: Poison) ist eine toxische Substanz, welche die natürlichen Funktionen des Körpers stört, oft mit tödlichen Folgen.

Gift ist in der bekannten Welt verbreitet und wird besonders häufig in den Freien Städten von Essos eingesetzt. In Westeros verbietet das andalische Ehrgefühl und Rittertum den Gebrauch, das dem Verständnis nach nur von Frauen und Feiglingen eingesetzt wird.

Viele starke Medikamente, sowie die Essenz vom Nachtschatten, können in hoher Dosierung zum Tode führen. Die PfahlbaumännerEuF der Eng tauchen ihre Pfeile in Gift, das sie in den umliegenden Sümpfen finden. Maester studieren Gifte in der Zitadelle.

In der Serie

Bekannte Gifte

Bekannte Giftanschläge

  • Lord Jon Arryn wurde angeblich vergiftet. Die Wahrheit darüber wird in einem Gespräch zwischen Jons Witwe Lysa und Petyr Baelish offenbart. Lysa erinnert Petyr daran, dass sie ihrem Gemahl Tränen von Lys in den Wein getan hatte, genau wie Petyr es verlangt hatte.
  • Daenerys Targaryen wird zweimal Opfer eines Giftanschlages.
  • Maester Cressen versucht Melisandre im Kriegsrat zu vergiften. Beide trinken Wein aus dem gleichen Becher, den er zuvor mit dem Würger versetzte. Während das Gift auf Melisandre keine Wirkung zeigt, bricht Cressen zusammen und stirbt.
  • Ser Amory Lorch wird auf Harrenhal von einem vergifteten Pfeil getötet, den Jaqen H'ghar in Wolfswurz getaucht hatte.
  • König Joffrey Baratheon wird auf seinem Hochzeitsfest mit dem Würger vergiftet, welcher in sein Weinglas geschüttet wurde. Tyrion Lennister wird wegen des angeblichen Mordes an seinem Neffen vor Gericht gestellt. Später stellt sich heraus, dass Petyr Baelish und Olenna Tyrell den Anschlag planten.
  • Ser Gregor Clegane wird während seines siegreichen Kampfes gegen Oberyn Martell schwer verwundet. Großmaester Pycelle und Qyburn decken auf, dass Oberyn seine Lanze zuvor mit Gift des Mantikors benetzt hatte, das Cleganes Fleisch verfaulen lässt und ihm entsetzliche Schmerzen zufügt.
  • Ser Bronn wird von Tyene Sand während des Kampfes gegen die Sandschlangen in den Wassergärten von Dorne leicht am Arm verletzt. Tyene offenbarte Bronn, dass sie ihren Dolch wie ihr Vater Oberyn mit einem Gift bestrich, in ihrem Fall einer Salbe aus Asshai, welche sich der Lange Abschied nennt. Ein langsam wirkendes Gift, bei dem nur ein Kratzer in der Haut genügt und nach einiger Zeit tödlich ist. Tyene gibt Bronn jedoch das Gegengift.
  • Prinzessin Myrcella Baratheon wird von Ellaria Sand mit dem Langen Abschied vergiftet in dem sie ihr einen Kuss auf den Mund gibt, bevor Myrcella, Jaime, Bronn und Trystan Martell Dorne verlassen. Myrcella stirbt an Bord des Schiffes.
  • Arya Stark - in der Gestalt von Walder Frey - lässt vergifteten Wein an die Männer von Haus Frey ausschenken, um es aus Rache auszulöschen.
  • Varys weist die junge Küchenmagd Martha an, Daenerys Targaryen zu vergiften. Da Daenerys sich aber weigert, etwas zu essen, bleibt dieser Anschlag erfolglos.

Weitere Vergiftungen

In den Büchern

Zahlreiche Gifte werden in den Sieben Königslanden und in Essos eingesetzt. Die Maester der Zitadelle erforschen die Geschichte und die Eigenschaften verschiedener Gifte zum Zwecke der Heilkunst, während ihre Verwendung in den Freien Städte und den Attentätergilden praktischer Natur ist. Gifte werden auch weiter östlich gebraucht, wie in Meereen und Qarth, wo die ReingeborenenEuF berüchtigt dafür sind, denjenigen vergifteten Wein zu servieren, die sie als gefährlich erachten.

Hintergrund

Gifte werden in der feudalen Gesellschaft der Sieben Königslande gleichermaßen von Rittern und hohen Lords mit Furcht und Abscheu betrachtet. Viele sehen darin eine abstoßende Waffe, die nur von den ausschweifenden Säufern der Freien Städte verwendet wird. Es wird auch als Waffe der Bastarde und Frauen angesehen. Natürlich ist vieles davon nur Gehabe.

Gemeine Gifte

Gemeine Gifte einschließlich Nachtschatten und Graukäppchenpulver, werden aus Pflanzen beziehungsweise aus einer Vielzahl von Pilzen gewonnen. Gifte von Tiere und Insekten wie dem des Basilisken und Mantikors sind ebenfalls gebräuchlich, obwohl sie schwerer zu erlangen sind. Das Gift des Mantikors ist besonders bösartig und wirkt langsamer als andere Gifte, womit dem Opfer auch anhaltende Schmerzen zugefügt werden.

Seltene Gifte

Seltene Gifte einschließlich dem Würger, der aus einer Pflanze gewonnen wird, die in der Jadesee von Essos zu finden ist. Es tötet durch schließen der Luftröhre was zum Erstickungstod führt. Es ist ein Gift, das in der Vergangenheit zum Mord an Königen verwendet wurde, ein Grund, warum viele Könige Vorkoster beschäftigen. Die Tränen von Lys ist ein geruch- und farbloses Gift, das durch seine Wirkung auf den Magen und den Darm tötet.

Ambivalente Gifte

Es gibt auch ambivalente Gifte. die auch für andere Zwecke als Töten eingesetzt werden. MondteeEuF bricht Schwangerschaften ab, weshalb einige Maester ungern den Begriff Heilmittel verwenden. Schlafsüß sorgt in einer kleinen Dosierung für einen tiefen Schlaf, während höhere Dosierungen tödlich sind. Ausreichende Mengen der meisten Medikamente haben eine tödliche Wirkung; im Unterschied dazu ist bereits eine geringe Überdosierung von Schlafsüß tödlich. Maester müssen deshalb sehr vorsichtig bei ihrer Anwendung sein.

Gifteinsatz

Gifte werden dem Opfer häufig mit Essen oder Getränken verabreicht, das auch dazu dienen kann, ihren Geschmack und Geruch zu überdecken. Aufgrund dessen werden noble Küchen bewacht und Vorkoster werden beschäftigt, um das Leben ihrer Herren durch ihr eigenes zu schützen. Noch schlaueren Giftmischern gelingt es manchmal die Sicherheitsvorkehrungen zu überwinden und durch ein vergiftetes Getränk oder Gericht den Tod so vieler Adliger herbeizuführen, wie es sonst nur eine blutige Klinge vermag. Gifte können auch durch das Bestreichen von Waffen oder sogar durch die Haut weitergegeben werden.

Weitere Bekannte Gifte

Realer Hintergrund

Wikipedia: Gift

Gift oder Giftstoff bezeichnet einen Stoff, das Lebewesen durch Eindringen in den Organismus ab einer bestimmten, geringen Dosis einen Schaden zufügen kann.

Die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Erforschung von giftigen Substanzen und der Behandlung von Vergiftungen befasst, ist die Toxikologie. Von einer chronischen Vergiftung spricht man bei anhaltender schädigender Giftwirkung. Von einer akuten Vergiftung spricht man bei einer Gifteinwirkung, die umgehend zu einer Schädigung führt.

Als Gefahrstoffe werden Gifte in Abhängigkeit von der Wirkmenge in sehr giftig und giftig sowie gesundheitsschädlich (früher mindergiftig) eingeteilt. Das Beibringen von Gift wird (in Deutschland nach § 224 Abs. 1 Nr. 1 Alt. 1 StGB) als gefährliche Körperverletzung bestraft.

Pflanzliche Gifte sind unter anderem Aconitin (Eisenhut), Coniin (Schierling), Rizin (Rizinus) und Strychnin (Brechnuss). Tierische Gifte sind unter anderem Amphibiengift, Bienengift, Schlangengift und Spinnengift. Anorganische Verbindungen sind unter anderem Arsen, Beryllium, Caynwasserstoff (Blausäure) und Kyliumcyanid (Cyankali).

In manchen Herscherhäusern wurden sehr oft Giftanschläge begangen und aus Angst davor entstand der Posten des Vorkosters, die meistens als entbehrlich eingestufte Sklaven waren. Wenn nach einer gewissen Wartezeit der Vorkoster keine Anzeichen einer Vergiftung zeigte, war dadurch die (relative) Gewissheit gegeben, dass die Speisen gut und nicht vergiftet waren und der Herrscher somit selbst getrost zugreifen konnte. Allerdings wurde durch die Entdeckung von langsam wirkenden Giften (z.B. Blei) die Arbeit des Vorkosters hinfällig.

Bis in die 1950er Jahre hatte im Vatikan ein Vorkoster bei Papstliturgien in St. Peter bei der Gabenbereitung Wein und Wasser zu kosten, damit sichergestellt war, dass sie nicht vergiftet waren.

Theriak war ein von der Antike bis in die Renaissance entwickeltes Arzneimittel, von dem man nachsagte, dass man gegen Gifte immun werden würde, wenn man es täglich einnehmen würde, was nicht der Fall war.

Eine Auswahl an Personen und Ereignissen, bei denen Gift eine Rolle gespielt hat
GescheGottfried

Gesche Gottfried - Eine Serienmörderin, die durch Gabe von Arsen fünfzehn Menschen vergiftete

  • 399 v. Chr. wurde der Philosph Sokrates durch einen Gerichtshof der Stadt Athen wegen Versündigung gegen die Götter und des Verderbens der Jugend zum Tod durch den Schierlingsbecher verurteilt. Platon schilderte, wie sein einstiger Lehrer gefasst den Schierlingsbecher trank und philosophierend in den Tod ging.
  • Mithridates VI., König von Pontos, fürchtete sich vor Giftanschlägen und nahm daher geringere Dosen, um seinen Körper immun zu machen. Als er 63 v. Chr. abgesetzt wurde und drohte Gefangener der Römer zu werden versuchte er sich laut dem Geschichtsschreiber Appian zu vergiften, was misslang, da er durch die kontrollierte Einnahme von Giften Immunitäten aufgebaut hatte. Schließlich ließ er sich von seinem Getreuen Bituitus auf der Burg von Pantikapaion durch das Schwert töten.
  • Agrippina die Jüngere (15-59 n. Chr.) vergiftete laut literarischen Quellen ihren zweiten Ehemann Kaiser Claudius unter Verwendung von Aconitum (Eisenhut), um ihren Sohn Nero auf den Kaiserthron zu setzen.
  • 1287 wurde der burmesische Herrscher Narathihapate unter Androhung, erdolcht zu werden, zur Einnahme von Gift gezwungen. Sein Sohn, der dies eingeleitet hatte, bestieg daraufhin den Thron.
  • Im Italien der Rennaissance waren die Familien Borgia und Medici dafür bekannt und berüchtigte Gegner mittels Gift aus dem Weg zu räumen. Obwohl es keine zuverlässigen Berichte gibt sind Lucrezia Borgia (1480-1519) und Catarina de Medici (1519-1589) stets als giftkundige Repräsentantinnen dieser Epoche bekannt.
  • Unter der Regierung von König Ludwig XIV. (1638-1715) häuften sich die Giftmorde in Adelskreisen.
  • Sophie Charlotte Elisabeth Ursinus (1760-1836) hat mutmaßlich ihren Ehemann, ihre Tante und ihren Geliebten mit Arsenik ermordet und einen Giftanschlag auf ihren Diener verübt. Ihr aufsehenerregender Fall führte zur Entwicklung einer gerichtsfesten Nachweismethode für Arsenikvergiftungen.
  • Gesche Gottfried wurde 1831 in Bremen als letzte Frau in Deutschland öffentlich mit dem Schwert hingerichtet. Sie hatte über 15 Jahre hinweg mehr als 30 Personen vergiftet, darunter ihre gesamte Familie.

Siehe auch

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