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Ein Eunuch (im Original: Eunuch) ist eine männliche Person, die einer Kastration unterzogen wurde.

Beschreibung

Eunuchen haben in Westeros den Ruf, hinterhältig und nicht vertrauenswürdig zu sein und ihnen wird nachgesagt, dass Gift ihre bevorzugte Tötungsmethode ist.[1] Dort ist es auch unüblich und wird als grausam angesehen eine Person zu kastrieren. Die Kastration wird jedoch als Strafe für Verbrechen wie die Vergewaltigung angewandt.[2]

Außerhalb von Westeros sind Eunuchen zumeist Diener und Sklaven, da in Essos die Sklaverei weit verbreitet sind. Dazu zählen vor allem die Unbefleckten der Stadt Astapor, die den Ruf besitzen die disziplinierten Soldaten der Bekannten Welt zu sein.[3]

Bekannte Eunuchen

  • Varys, der als Meister der Flüsterer tätig ist, ist ein Eunuch, der einst als kleiner Junge an einen "gewissen" Mann verkauft wurde. Dieser kastrierte ihn komplett und nutzte die Männlichkeit für einen Zauber. Varys überlebte die Kastration, bis er Jahre später zu hohen Einfluss kam und sich dann an dem Hexenmeister rächen konnte.[4]
  • Die Unbefleckten sind Sklavensoldaten aus Astapor. Zu ihrer Ausbildung gehört die Kastration in sehr jungen Jahren, um sexuellem Verlangen entgegenzuwirken.
  • Theon Graufreud werden die Genitalien von Ramsay Schnee amputiert, nachdem sein Geist nach psychischer und physischer Folter gebrochen ist.[5] Diese Genitalien sendet Ramsay dessen Vater, Balon Graufreud, zu.[6]

In den Büchern

  • In den Büchern hat Daenerys Targaryen neben den Unbefleckten auch den riesenhaften Eunuchen Starker Belwas zur Seite.
  • Bei den Dothraki werden Eunuchen Wagen zur Fortbewegung überlassen. Diese Eunuchensklaven werden auch als Heiler angesehen, mit Nadel, Faden und Feuer kümmern sie sich um Verwundete.
  • Die Kastration von Theon Graufreud wird zwar in den Büchern angedeutet, aber nicht bestätigt.

Realer Hintergrund

Wikipedia: Eunuch
  • Das Phänomen der Eunuchen kam zu fast allen Zeiten der Weltgeschichte in vielen Kulturen vor. Teilweise wird oder wurde Eunuchen auch der Penis entfernt.
  • Man unterscheidet zwischen Frühkastraten (kastriert vor oder während der Pubertät) und Spätkastraten (nach dem 20./25. Lebensjahr kastriert). Die Kastration ist am folgenschwersten, wenn sie noch vor der Pubertät vorgenommen wurde, da sich z.B. die Stimme, Knochenform, Bartwuchs, und Genitalien noch nicht oder kaum entwickelt haben.
  • Die Entmannung konnte einerseits eine schwere, höchst entehrende Strafe sein oder andererseits zu bestimmten Ämtern erst befähigen. Tätigkeiten waren beispielsweise: Minister, Berater, Haremswächter, Badediener, Boten etc. Sie verrichteten aber auch alle möglichen niederen Dienstleistungen als Köche, Gärtner, Stallburschen, Schneider etc.
  • Besonders im Barock verehrte man den Kastraten wegen seiner Gesangsstimme (Altus), die man als überirdisch schön empfand. Man erhoffte sich dabei, den sogenannten Kastrati eine Laufbahn als erfolgreiche Opern- oder Kirchenchorsänger zu ermöglichen. Erst Papst Pius X. schrieb am 22. November 1903 vor, zur Besetzung von Sopran- und Altstimmen allein Knaben einzusetzen und verbot damit praktisch die Beschäftigung von Kastraten in Kirchenchören. Der letzte Kastratensänger war Allessandro Moreschi (1858–1922).
  • Dass es auch heute noch Eunuchen gibt, ist bislang nur in Indien bei einem Teil der Hijras zuverlässig nachgewiesen. Oftmals leiden sie unter einem geringen sozialen Ansehen, unter Diskriminierung (und sogar staatlichen Übergriffen sowie sexuellem Missbrauch), mangelnder sozialer Absicherung, Armut, Einsamkeit und sozialer Isolation.

Bekannte Eunuchen

  • Eutropios († 399), erster und einziger Eunuch, der jemals das Konsulat erreichte.
  • Wei Zhongxian (1568–1627), chin. Obereunuch und Gewaltherrscher
  • Farinelli (1705–1782), Sänger
  • Alessandro Moreschi (1858–1922), einziger Kastratensänger, von dem eine Tonaufnahme erhalten ist

Siehe auch

Einzelnachweise

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